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Donnerstag, 10. April 2014, 18:14

Netzteil

;) Jetzt mal eine einfache Methode mit einfachen Mitteln das Power-Supply zu testen.
Die Methode mit ausgebeultem Kondensator ist zwar nicht schlecht, aber auch ein gut aussehender Typ kann innen nicht mehr so toll sein.
Nicht jeder hat ein Oszilloskop um die Qualität der Spannungen zu überprüfen.
Wer sich aber stolzer Besitzer eines Multimeters nennen kann, sollte nicht nur die Spannungen auf korrekten DC Pegel, also 3,3V und 5,0V usw., prüfen,
sondern das Multimeter mal auf AC, also Wechselspannung stellen und alle Spannungen überprüfen.
Das Schaltnetzteil arbeitet auf allen Spannungen mit der gleichen Frequenz, d.h. wenn ein Kondensator nachlässt und der Ripple, also die Welligkeit der Spannung, steigt,
dann wird das bei allen Spannungen im gleichen Frequenzbereich liegen.
So ein Multimeter hat je nach Güte ein mehr oder weniger großen Frequenzbereich im AC-Modus und ist meistens nicht bei allen Frequenzen gleich gut.
Das macht aber nun nichts, da wir nur eine Vergleichsmessung machen, also der Absolutwert nicht wichtig ist.
Man sollte nun also alle Spannungen AC-mässig vergleichen, ob nicht eine heraussticht.
Die Werte sollten in keinem Fall größer als 50mV ausfallen, sonst stimmt was nicht, also entweder am Messgerät oder der Kiste.
Dies gilt nur für die niederen Spannungen, also nicht für solche größer 24V, da die meistens nur für die Displays benutzt werden, und hier die Blockung meist eher schlecht ist.
Bei der Messung am besten das Netzteil mit einem Papier oder Karton abdecken, da hier Spannungen über 400V unterwegs sind.
Den Minuspol einfach am metallischen Gehäuse anklemmen und darauf achten, dass unter keinen Umständen irgendwas ins Gerät fallen kann.
Mit einer dünnen Meßspitze am besten direkt am Verbindungsstecker von Netzteil zu Hauptplatine messen.
In jedem Fall, äußerste Vorsicht in der Nähe des Netzteils !
Ein Multimeter gibt's meist schon günstig für wenige Euros in jedem Baumarkt.
Hat man dann einen Ausreißer gefunden geht's ans Eingemachte.
Das kann man dann entweder jemanden überlassen, der was davon versteht, oder in Eigenregie das Netzteil ausbauen und die Signalwege zu den Filterkondensatoren verfolgen um den Übeltäter zu finden.
Achtung, das Netzteil hat auch nach Abtrennen vom Netz noch einige Zeit hohe gefährliche Spannungen zu bieten !!!
Unbedingt 10-20 Minuten nach dem Ausstecken warten !!!!
Das Tauschen eines Kondi's ist dann wieder eine andere Sache.
Der neue Kondi sollte die identischen oder höhere Werte aufweisen !
Das gilt sowohl für die Spannung, als auch für die Arbeitstemperatur !
Das der Wert nicht kleiner sein soll, versteht sich von selbst.
Kondensatoren werden außerdem nach dem ESR, dem Innenwiderstand, klassifiziert.
Es sollte in jedem Fall ein für Schaltnetzteile geeigneter Typ eingesetzt werden.
Andernfalls wird die Sache durch einen zwar neuen aber falschen Kondi eher schlechter als vorher !

Also immer vorsichtig.

Murphy-09 ;)

2

Freitag, 11. April 2014, 09:15

:thumbup:

Danke Dir! Schön erklärt :thumbup:
2x ET 9200 - 1x ET 6000

3

Freitag, 11. April 2014, 12:06

Netter Beitrag, allerdings habe ich da eine etwas andere Meinung zu (nicht falsch verstehen):

Erstmal, billigstes Baumarktmultimeter für "ein paar Euro" ist das Letzte wozu man jemandem raten sollte. Ebenso sehe ich es etwas kritisch hier eine "Anleitung" einzustellen die völlig unbedarfte dazu verleitet in einem Gerät mit Netzspannung "rumzufingern".
Bevor jemand der keine Ahnung hat sowas macht, würde ich ihm empfehlen einfach die paar Kondensatoren für vielleicht 2€ auszutauschen und sich das messen zu sparen.
*** ET6000 defekt ..... Dank der tollen Garantie in nur 11 Wochen repariert ;( ***

4

Freitag, 11. April 2014, 13:46

Netter Beitrag, allerdings habe ich da eine etwas andere Meinung zu (nicht falsch verstehen):

Erstmal, billigstes Baumarktmultimeter für "ein paar Euro" ist das Letzte wozu man jemandem raten sollte. Ebenso sehe ich es etwas kritisch hier eine "Anleitung" einzustellen die völlig unbedarfte dazu verleitet in einem Gerät mit Netzspannung "rumzufingern".
Bevor jemand der keine Ahnung hat sowas macht, würde ich ihm empfehlen einfach die paar Kondensatoren für vielleicht 2€ auszutauschen und sich das messen zu sparen.
Kritik ist immer gut und oft auch nötig.
Natürlich sollte nicht jeder in seinem Gerät rumfingern, der rot nicht von blau und Plus nicht von Minus unterscheiden kann.
Ein Autofahrer kann jedoch auch mit einem billigen, völlig falsch anzeigendem, Druckprüfer feststellen, welcher seiner Reifen einen anderen Druck hat.
So war auch die Messung mit dem Billig-Multi-Meter gedacht.
Wer ein Gerät hat und auch damit messen kann, kam bisher vielleicht nicht auf die Idee den Wechselspannungsanteil zu messen.
Üblicherweise misst man z.B. 3,3V und stellt fest...es stimmt...also alles o.k. ?!
Wenn nun aber auf der Spannung 500mV Ripple drauf sind merkt man das so nicht.
Deshalb mein Tipp, AC messen und mit den anderen Spannungen vergleichen.
Das Wechseln der Kondi's ist nämlich auch nicht einfach.
Richtiger Typ....nicht auf abgezwickte Drähte löten oder wenn's nicht anders geht, dann nicht länger als 5mm.
Sonst sind die neuen Kondi's schnell schlechter als die Alten......

Murphy-09 :)

5

Freitag, 11. April 2014, 18:45

Nunja, die richtigen Kondensatoren finde ich immer in der Sotimentskiste :D
Aber hast schon Recht, kriegt nicht jeder hin, aber dann nutzt denjenigen das messen auch nichts.

Trotzdem finde ich es gut das du dir die Arbeit machst, mach weiter so, konstruktive Beiträge sind immer gut.
*** ET6000 defekt ..... Dank der tollen Garantie in nur 11 Wochen repariert ;( ***