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1

Monday, March 17th 2014, 8:24am

Bootloader

Ich hätte da mal eine Frage !


Hat jemand Erfahrung mit dem Tausch des Bootloader NOR-Flashes in einem ET9200.
Ich habe hier also einen ET9200 der knapp ein Jahr alt ist und nur sporadisch bootet.
Nachdem XTREND als Firma ja relativ tot ist, bleibt mir eigentlich nur, das alte Flash in einem guten Moment auszulesen,
den Inhalt in ein anderes Flash rein zu programmieren und das Teil dann zu tauschen.
Falls jemand weiß, was sonst noch in diesem Flash stehen muss, dass es funktioniert, wäre das nicht schlecht.
Den CFE.BIN habe ich, aber der ist ja nur ein paar KByte groß.
Was und ob was im Rest des 4MByte großen S29GL032 NOR-Flashes steht, weiß ich nicht.
Eventuell sind dort ja MAC und sonstige Dinge für das Security-Board verankert.
Vielleicht kann mir jemand ja einen Hex-Dump eines funktionierenden Flashes schicken.
Dass das bei 4MB relativ aufwendig ist, ist mir klar.
Die Startadresse des Boot-Flashes wäre auch toll, da ich nur die Einsprungadresse des BCM7413 auf 0xbfc00000 kenne.


Wenn diese Sache klappt, könnte ich zumindest mal eine Reparaturanleitung verfassen, wie man seinen Receiver retten kann,
falls mal das Boot-Device stirbt.

Murphy-09

2

Monday, March 17th 2014, 11:10am

Was macht dich denn so sicher, dass es der Flash sein muss? Könnte doch auch ein angeschossener Elko auf dem Netzteil sein, oder?

3

Monday, March 17th 2014, 6:19pm

Bootloader

Tja, wenn ich das Flash leicht mit Heißluft bearbeite, klappts wieder.
Ich habe auch mal am UART0, also der RS232 an der Rückseite, ein Terminal angehängt und geschaut, was das Teil so macht.
Teilweise meldet sich der Bootloader, manchmal aber auch nicht, manchmal bleibt er mittendrin hängen oder er bringt nach dem Entpacken ins DRAM einen Compare-Fehler.
Wenn er sich nicht meldet, kann ich endlose Zugriffe auf das NOR-Flash messen, ohne das sich was tut. Das ist für mich ein Indiz, dass die CPU das Flash nicht lesen kann. Es wäre natürlich möglich, dass eine DK oder Leiterbahn einen Defekt hat, aber dieses Problem gehe ich erst an, wenn ich weiß, dass das Flash o.k. ist.
Die Spannungen am Netzteil sind alle o.k., also alle gemessen und alle unter 50mV Ripple, womit ein defekter Kondi ausgeschlossen wäre.

Murphy-09

4

Monday, March 17th 2014, 7:34pm

Was heißt denn mit heißluft erhitzt? Hast Du eine Heatgun oder nur einen Föhn? Klingt ja eher nach einem Wackelkontakt. Vielleicht nur mal die Kontakte neu machen...

5

Tuesday, March 18th 2014, 7:21am

Bootloader

...nö, ist ein ganz normaler Heißluftlötkolben zum Bearbeiten von SMD-Bauteilen.

Ich mache viel in Hardware und bin ganz gut bestückt.

Ich habe das TSSOP schon zwei mal nachgelötet, deshalb kann eigentlich nur das Bauteil oder eine gebrochene DK sein.

Murphy-09 :)

6

Tuesday, March 18th 2014, 9:44am

Okay,

hast mich überzeugt, Du weißt, wast Du da tust.

7

Friday, March 21st 2014, 8:19am

Bootloader

So nun habe ich einige zeit mit dem ET9200 gekämpft und gewonnen.
Habe mehrfach das Bootflash getauscht und final festgestellt, dass da wohl ein Kurzschluß auf zwei Adressleitung ist.
Den konnte ich zuerst nicht finden und habe versucht in frei zu brennen.
Ging auch soweit ganz gut und die Kiste lief wieder.....einen Tag.....dann war der Kurzschluß wieder da.
Nach genauer Untersuchung der Platine habe ich den Bug dann doch gefunden.
Ein Zinnbatzen, denn weniger war es nicht, der über drei Pins der CF-Slot-Treiber hing.
Zeug entfernt...Teil läuft wieder....alles paletti

Murphy-09 :thumbsup:..:thumbsup:

8

Friday, March 21st 2014, 9:18am

Gratuliere, zahlt sich schon aus, wenn man sich ein bischen auskennt und nicht davor zurückschreckt, selbst Hand anzulegen ...
Die meisten hätten die Kiste wohl einfach eingeschickt, mit möglicherweise längerer Wartezeit und erheblichen Mehrkosten.

Grüße
Hounce

9

Friday, March 21st 2014, 12:09pm

Bootloader

Na ja, der Bootloader ist das gefährlichste Stück Software in der Kiste.
Wenn der, aus welchen Gründen auch immer, nicht läuft, läuft nichts mehr.
Da hilft dann nur noch ein JTAG-Debugger oder das Boot-Device gegen ein funktionierendes, also fertig programmiertes, Device tauschen.
Es ist ja auch nicht ungefährlich, den Bootloader einfach mal so up-zu-daten, aber wahrscheinlich ist das kaum einem User klar.
Wenn bei diesem Unterfangen was schief geht ist die Kiste noch toter als wenn das Security-Modul stirbt.
Im Bootloader sind MAC-Adresse, Seriennummer und Hardware-Status verankert.
Ich denke, dass diese Daten vom Security-Modul gebraucht werden.
Es ist also für jeden Besitzer extrem wichtig, nicht nur auf seine Batterie im Security-Modul zu achten,
sondern für alle Fälle auch diese wichtigen Daten aus dem Bootloader zu sichern.
Da hilft es nicht viel, wenn man meint, man braucht ja nur einen neuen Bootloader zu flashen.
Ist der Bootloader tot, kann er sich selber auch nicht mehr flashen !!!
Der CFE Bootloader benutzt nur 512K der 4MB des NOR-Boot-Flashes.
Im Rest steht zwar nicht viel, aber immerhin ein paar extrem wichtige Daten,
und die sind für immer fort, falls man mal einen Fehler macht, beim Bootloader flashen.
Es ist zwar klar, dass diese Sektoren im Flash 'protected' sind, aber die Protection ist mit einem einfachen Kommando dahin !
Also falls man mal einen Stromausfall hätte, während der Aktion, was natürlich nie vorkommt, kann das schon interessant werden.
Fazit: Falls das Security-Modul diese Daten des NOR-Flashes braucht, ist der Inhalt, der ja für jede Box individuell ist, sicher wichtig genug für ein Backup.
Ich habe leider nur eine Box und somit konnte ich das jetzt noch nicht verifizieren, ob eine Box mit einem fremden Security-Modul funktioniert, also diese Daten nutzt.
Vielleicht hat ja jemand schon Erfahrung damit und kann sagen, ob man die Security-Module einfach tauschen kann.

Murphy-09 :)

10

Friday, March 21st 2014, 1:08pm

Hi,

selbst habe ich keine Erfahrung damit, aber ich habe mal gelesen, dass man ein Security-Board nicht so ohne weiteres austauschen kann.

Vorm unnötigen Flashen des Bootloaders wird ja überall gewarnt, das Risiko ist zwar sehr gering (mir ist kein Fall bekannt, wo es in die Hose gegangen wäre) aber wenn es schlagend wird ist es umso fataler.
Stromausfall hatte ich zwar schon mehrere Jahre keinen mehr, aber während eines Gewitters würde ich sicher nicht flashen ...

Grüße
Hounce

XtrendIM

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11

Friday, March 21st 2014, 1:14pm

Vielleicht hat ja jemand schon Erfahrung damit und kann sagen, ob man die Security-Module einfach tauschen kann.


Bei ET8000/ET10000 ja, bei den anderen Modellen, NEIN.

12

Friday, March 21st 2014, 1:37pm

also was so an Bildern kursiert, da sieht das Sec eher nach eingelötet aus und das soll man da besser/einfacher wechseln können ?

XtrendIM

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13

Friday, March 21st 2014, 1:42pm

Ja, und die Bilder genauer anschauen, dann wird es klar .-)

14

Friday, March 21st 2014, 1:45pm

thx, hab jetzt n bild gefunden, also doch gesteckt. danke :thumbup:

15

Friday, March 21st 2014, 2:25pm

Security-Board

Also ich kann euch sagen, bei meiner ET9200 ist es gesteckt und ich habe es seit einiger Zeit ausgebaut, um mein Problem zu lösen.
Es steckt an einem Hauptplatinen USB-Port und geht über einen weiteren Stecker zu Front-USB Port.
Also einfach abstecken...zwei Schrauben auf...und raus das Ding.
Dann kann man unproblematisch in der Kiste arbeiten und messen.
Hinterher wieder rein und alles o.k.
Schon mehrfach ausprobiert...bisher kein Problem.

Murphy-09

16

Saturday, March 22nd 2014, 8:20am

also da stellt sich dann nur noch die frage wielange es Ersatzteile gibt bzw was die kosten?

17

Saturday, March 22nd 2014, 9:43am

Ersatzteile

.......naja, wenn's darum geht kann man das bei keinem Receiver wirklich sagen.
Es sind nun mal kurzlebige Gebrauchsgüter.
Bei einem Handy kann man nach einem Jahr leider auch nicht sagen ob's da noch Ersatzteile gibt.
Prinzipiell wird sich der Hersteller hüten, da was genaues darüber auszusagen, den das würde ja seine Lagerhaltungskosten in die Höhe treiben.
Die Halbleiterhersteller sehen da zwei Märkte: Kommerziell und Industriell bzw. Automotive.
Die besten Bauelemente kommen in den automotiven oder industriellen Bereich, z.B. DRAMs, NANDs etc.
Die werden dann entsprechend harter Spezifikationen getestet, also z.B. -40°C bis 85°C oder weiter.
Alle Bauelemente die diesen Test schaffen, also sich qualifizieren, werden dann zu einem guten Preis an die Industrie verkauft.
Der Rest wird unterqualifiziert und je nach Güte in entsprechende Produkte weiter verramscht.
Hier sind z.B. NAND Speicher sehr interessant, da sie einen kostengünstigen nicht flüchtigen Massenspeicher darstellen, den es früher nicht gab.
Ein MP3-Player wäre ohne NANDs nicht realisierbar oder man könnte nur einen Titel abspeichern.
Die Industrie will hier möglichst sichere Bausteine, also SLC Strukturen, wohingegen der private Markt möglichst billige Bauteile braucht.
Hier hat man dann meistens die etwas unsicheren MLC Strukturen in Einsatz.
Das bedeutet ein Unterhaltungselektronik NAND braucht eigentlich nur die Gewährleistung zu überstehen, dann ist das schon ausreichend.
Der Kunde merkt das sowie erst viel später, da diese Teile sich intern so umstrukturieren, das fehlerhafte Bereiche einfach ausgeblendet werden und Ersatzbereich dann dafür eingesetzt werden.
Sind alle Ersatzbereich aufgebraucht ist's aus mit der Speicherei und die Kiste ist hin.
NANDs nun wieder werden von den Halbleiterherstellern oft nur 1 oder 2 Jahre mit dem selben Die (das Silizium-Plättchen im Baustein) produziert.
Danach kommt dann meist ein vergleichbarer geschrinkt (mit weniger Silizium) hergestellter Typ, der kostengünstiger ist, da sich die Technik ja weiter entwickelt.
Der neue Typ hat dann eine neue ID (Kennung), die dann aber auch vom Bootloader beherrscht werden muss.
Meist sind dann ein paar Befehle neu und manche, die nicht im CFI stehen, fehlen dann plötzlich und schon braucht man einen neuen Bootloader.
Ein weiteres Problem liegt jedoch nicht nur in den Ersatzteilen, sondern auch im Inhalt aller nicht-flüchtigen Speicherelemente.
Dazu zählt nicht nur das NOR-Flash, das als SLC, relativ sicher ist, aber eben auch nur 10Jahre seinen Inhalt garantiert halten kann.
Im ET9200 ist z.B. ein ALTERA EPLD verbaut. Ich weiß zwar nicht ob dieser Baustein über die CPU geladen wird oder einen internen Code hat, aber auch hier ist nach 10Jahren Schluss.
Damit ist die Lagerfähigkeit einer Lithium-Zelle mit 10Jahren im gleichen Bereich wie der programmierte Inhalt im Programmspeichers des Security-Moduls.
Wenn man also auf Nummer sicher gehen wollte, müsste man vor dem Kauf erst mal die EOL (end-of-life) Liste bezüglich der eingesetzten Bauteile prüfen.
Wer kann das schon ?
Also lasst Euch auf das Abenteuer ein und falls mal was schief geht, gibt's in den Foren dieser Welt sicher irgendwo irgendjemand der sich sich damit auskennt.

trotzdem viel Spaß mit euren Kisten

Murphy-09

18

Tuesday, April 1st 2014, 2:06pm


Hinterher wieder rein und alles o.k.
Schon mehrfach ausprobiert...bisher kein Problem.

Murphy-09


Danke Dir für den Hinweis!

Ich habe irgendwo gelesen das es eine Config Software gibt, mit der die MAC angepasst werden kann, um z.B. ein Secboard aus nem anderen Receiver mit einer fremden Box zu verheiraten. Im Umkehrschluss müsste sich die Abfrage des Secboards bzw. der Abgleich der MAC auch komplett abschalten / überspringen lassen. Fragt sich nur ob da im Flash der Box editiert wird, oder direkt aufm Securityboard...

Warum geht den das Secboad überhaupt defekt, wenn man die Batterie rausnimmt? Flüchtiger Speicher auf dem Ding? ?( :P
2x ET 9200 - 1x ET 6000

19

Wednesday, April 2nd 2014, 9:38pm

CFE Bootloader

Also die Sache ist folgende....
Auf dem Security-Board ist ein ST Controller mit internem SRAM verbaut.
Der Inhalt des SRAMs ist durch die Batterie geschützt.
Batterie leer oder weg....Strom weg....Inhalt weg....Receiver im Ar....
Die MAC kann man direkt mit dem CFE Bootloader programmieren, wenn man weiß, wie das geht.
Einfach im CFE HE oder HELP eingeben und schon kommen die Kommandos:
Available commands: frontpanel, ts, info, loop, reboot, dir, macprog, macprog2, flash, memtest, f, e, d, u, batch, go, load, save, boot, ping, ifconfig, sleep, waitusb, show, unsetenv, printenv, setenv, help
Hier steht macprog bzw. macprog2 zur Programmierung der MAC Adresse zur Verfügung.
Achtung, bei falscher Eingabe ist die MAC-Adresse im Eimer und der Receiver nicht mehr zu gebrauchen.
Vorher den physikalischen (also nicht den virtuellen über die MMU) MAC Adressbereich ab 0x1FC00000 in ein File speichern, damit man weiß, was drin war !!!!
Am besten ist es das ganze 4MByte NOR Flash erst mal zu sichern !
Ansonsten ist die CFE Adress-Map wie folgt:
uart0 16550 DUART at 0xB0400B00 channel 0
flash0.avail0 New CFI flash at 1FC00000 offset 00000000 size 0KB
flash0.cfe New CFI flash at 1FC00000 offset 00000000 size 512KB
flash0.splash New CFI flash at 1FC00000 offset 00080000 size 2048KB
flash0.macadr New CFI flash at 1FC00000 offset 00280000 size 512KB
flash0.nvram New CFI flash at 1FC00000 offset 00300000 size 512KB
flash0.bootconfig New CFI flash at 1FC00000 offset 00380000 size 256KB
flash0.facconfig New CFI flash at 1FC00000 offset 003C0000 size 256KB
eth0 BCM7038 Internal Ethernet at 0xB0080000
nandflash0.kernel New NAND flash at 00000000 offset 00000000 size 6144KB
nandflash0.rootfs New NAND flash at 00000000 offset 00600000 size 256000KB
uart1 16550 DUART at 0xB0400B40 channel 0
eth1 USB-CDC device


....aber immer vorsichtig mit irgendwelchen Programmierereien

Murphy-09 ;)

20

Thursday, April 3rd 2014, 12:10pm


....aber immer vorsichtig mit irgendwelchen Programmierereien

Murphy-09 ;)


Danke Dir für die schöne & ausführliche Erklärung :thumbup:
Ich werd mir das mal genauer anschauen ^^
2x ET 9200 - 1x ET 6000

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